Das Internet sowie internetfähige mobile Geräte wie Smartphones, -watches und Tablets sind im Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen selbstverständliche Begleiter geworden. Sie üben auf uns alle eine gewisse Faszinationin ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten aus. Aus diesem Grund ist es wichtig, diese kompetent nutzen zu können, um neben den vielfältigen und kreativen Möglichkeiten, den unterschiedlichsten Phänomenendurch sicheres surfen im Internet resilient begegnen zu können.
Als Eltern können Sie Ihrem Kind als Orientierungshilfe bei der Entdeckung der vielseitigen Spiel-, Kommunikations- und Lernangebote unterstützend zur Seite stehen und damit das sichere Surfen im Netz und die Internetkompetenz Ihres Kindes begleiten. Dabei hilft es, Wissen über technische Grundlagen, rechtliche Hintergründe sowie mediale Phänomene oder beliebte Apps zu haben. Dies und weitere interessante Informationen werden im Verlauf der Seite genauer erklärt.
Mit einem uneingeschränkten Zugang ins Internet haben Kinder und Jugendliche Zugriff auf eine Vielzahl von Angeboten – sowohl positive als auch potenziell gefährliche. Ein reflektierter Umgang mit dem Internet ist laut Experten ab einem Alter von etwa 14 Jahren zu erwarten. Deshalb sollten Eltern jüngere Kinder in jedem Fall unterstützen und regulieren und je nach Reife in die Nutzung eingreifen.
Ab wann sollte mein Kind ein eigenes Smartphone haben?
Ob ein Kind ein eigenes Smartphone besitzen sollte, hängt von seiner Reife und dem verantwortungsvollen Umgang damit ab. Folgende Grundsätze sollten Sie berücksichtigen:
Grundschulkinder benötigen in der Regel kein eigenes Smartphone.
Der Übergang zur weiterführenden Schule bietet oft eine passende Gelegenheit für ein erstes Smartphone, wenn das Kind die nötige Reife zeigt.
Lassen Sie Ihr Kind zuerst einfache Funktionen wie Telefonieren und Fotografieren nutzen, bevor Sie die Internetnutzung freigeben.
Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Risiken, wie das Teilen persönlicher Daten oder das Fotografieren anderer Personen ohne deren Zustimmung.
Wenn Sie Ihrem Kind ein Smartphone kaufen, beachten Sie folgende Sicherheitseinstellungen:
Richten Sie eine Drittanbietersperre ein und geben Sie beim Einrichten des Smartphone-Accounts Ihres Kindes keine Zahlungsmethode an, um ungewollte Käufe zu verhindern.
Sperren Sie In-App-Käufe, um kostenpflichtige Dienste innerhalb von Apps zu vermeiden.
Verwenden Sie Kinderschutz-Apps, die die Nutzung unerwünschter Apps und Webseiten einschränken. Beachten Sie jedoch, dass diese Apps nicht die elterliche Aufsichtspflicht ersetzen.
Prinzipiell können folgende Empfehlungen Orientierung bieten:
4 bis 6 Jahre: Maximal 30 Minuten pro Tag – nicht unbedingt täglich und immer nur begleitete Bildschirmzeit mit altersgerechten Inhalten.
7 bis 10 Jahre: Maximal 60 Minuten pro Tag – nicht unbedingt täglich, besprechen Sie die konsumierten Inhalte mit Ihrem Kind, wenn es unbegleitet online ist.
11 bis 13 Jahre: Maximal 90 Minuten pro Tag oder ca. 10 Stunden Wochenkontingent, also frei verfügbare Bildschirmzeit. Bleiben Sie auch hier immer im Austausch mit Ihrem Kind, wenn dies unbegleitet online ist.
Achten Sie bei unbegleiteter Bildschirmzeit darauf, dass Jugendschutztools eingestellt sind. Zusätzlich sind dies nur ungefähre Richtwerte und der Reifegrad Ihres Kindes ist immer auch ein Kriterium.
Tücken fester Medienzeiten:
Festgelegte Zeiten werden genutzt, obwohl es Alternativen gibt.
Entwicklungssprünge und Reife der Kinder müssen beachtet werden.
Diskussionen über zusätzliche Computernutzung wegen Schule, Veranstaltungen (zum Beispiel: Fußball-WM/ EM), etc.
Ein geregelter Umgang mit Smartphones kann durch klare Absprachen und Regeln unterstützt werden. Folgende Tipps können Sie hierbei unterstützen:
1. Offene Kommunikation: Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über die Nutzung des Smartphones und sozialer Medien. Fragen Sie, welche Apps genutzt werden, welche Inhalte konsumiert werden und ob es Probleme oder Unsicherheiten gibt. Zeigen Sie Interesse und bleiben Sie im Dialog.
2. Mediennutzung gemeinsam gestalten: Setzen Sie klare Regeln für die häusliche Smartphone-Nutzung. Legen Sie fest, wie viel Zeit täglich für das Handy verwendet werden darf und welche Inhalte unzulässig sind. Vereinbaren Sie feste "bildschirmfreie" Zeiten, zum Beispiel beim gemeinsamen Essen, vor dem Schlafengehen und vor allem nachts, um ungestörten Schlaf zu fördern.
3. Schutz der Privatsphäre: Erklären Sie Ihrem Kind, wie wichtig es ist, persönliche Daten wie Name, Adresse oder Fotos nicht ohne Weiteres zu teilen. Helfen Sie, die Datenschutzeinstellungen auf Apps und sozialen Netzwerken zu überprüfen und anzupassen.
4. Vorbildfunktion: Seien Sie Vorbild im Umgang mit digitalen Medien. Wenn Ihr Kind sieht, dass auch Sie das Smartphone verantwortungsbewusst nutzen, wird es dies eher nachahmen.
5. Altersgerechte Apps und Inhalte: Achten Sie darauf, dass die Apps und Inhalte, die Ihr Kind nutzt, altersgerecht sind. Viele Plattformen bieten Eltern die Möglichkeit, den Zugriff auf bestimmte Inhalte innerhalb der App zu steuern.
6. Cybermobbing und Sicherheitsrisiken: Machen Sie Ihr Kind auf die Risiken des Internets aufmerksam, wie z.B. Cybermobbing oder Kontakt mit Fremden. Besprechen Sie, wie es sich in unangenehmen oder gefährlichen Situationen verhalten sollte und wo es Unterstützung finden kann.
7. Wenn Probleme auftreten: Verbote sind oft nicht zielführend. Stattdessen sollte auch hier ein offenes Gespräch geführt werden, um Probleme oder womöglich auch Fehlverhalten zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden. Es ist wichtig, dass Ihr Kind versteht, welche Konsequenzen sein Verhalten hat und wie es zu einem besseren Umgang mit dem Smartphone finden kann.
Einstellungen und Apps sollten nur im Zusammenspiel mit einer vertrauensvollen Beziehung und klaren Regeln (auch für die Eltern – Vorbildfunktion) vorgenommen und installiert werden. Je nach vorhandenem Gerät (iOS/ Android) kann dazu ein Kinderschutzfilter installiert werden. Damit lassen sich In-App-Käufe oder das Nutzen von ungewollten Apps und Streamingdiensten einschränken bzw. verhindern. iPhones lassen sich in der Grundausstattung kindersicher machen.Trotz aktivierter SchutzmaßnahmenÖffnet sich in einem neuen Fenster können jedoch unangemessene Inhalte aufgerufen oder festgelegte Zeitlimits umgangen werden. Androidgeräte benötigen eine Jugendschutz-App, die nachträglich installiert und meistens kostenpflichtig ist. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, mit einer sogenannten Whitelist zu arbeiten und ungeeignete Inhalte komplett zu sperren. Dabei ist eine zusätzliche Prüfung, ob die Schutzvorrichtungen wirksam sind empfehlenswert. Passwörter für WLAN, PC-User und Schutzsoftware sollten regelmäßig ausgetauscht werden.
Kinder und Jugendliche haben im digitalen Raum verschiedene rechtliche Aspekte zu beachten. Darunter fällt u.a. das Recht am eigenen Bild, das Urheberrecht oder Persönlichkeitsrechte. Eltern sollten Kinder darin begleiten und unterstützen.
Netzbetreiber stehen auch in der Verantwortung und haben rechtliche Aspekte auch in Bezug auf den Jugendschutz zu beachten. Sie müssen laut Digital Services ActÖffnet sich in einem neuen Fenster effektive Schutzmaßnahmen anbieten und Informationen transparent für Erwachsene und Kinder bereitstellen.
Mediale Phänomene (zum Beispiel Cybermobbing, Cybergrooming, Challenges)
Bei der Nutzung von Social-Media-Apps gibt es wichtige Aspekte, die Sie als Elternteil unbedingt berücksichtigen sollten. Ein gewichtiger Punkt stellt die Altersfreigabe dar. Die Nutzung von WhatsApp ist beispielweise ab 13 Jahren (seit März 2024) möglich. Posten Ihre Kinder Musik oder „fremde“ Bilder, könnte dies zu einer Urheberrechtsverletzung oder einer Missachtung des Rechts am eigenen Bild führen. Große Unternehmen haben TikTok als mögliche Werbeplattform entdeckt. Das Risiko In-App-Käufe zu tätigen ist deshalb dabei zu beachten.
Die Gefahr, dass Ihr Kind durch Cybermobbing oder Cybergrooming belästigt wird, kann auch durch die sichere Nutzung (Schutzfilter) von Apps beeinflusst werden. Beim Cybergrooming nehmen Täter beispielsweise über TikTok und Snapchat, YouTube oder über Onlinespielen wie Fortnite Kontakt auf und verwickeln ihre Opfer immer wieder in Gespräche. Haben Sie ein vermeintliches „Vertrauensverhältnis“ aufgebaut, fordern sie von diesem, persönliche Bilder und Videos zu senden oder sich mit ihnen zu treffen. Mit den zugesendeten Bildern und Videos wollen sie das Opfer manipulieren und kontrollieren. Das kann von permanenter Belästigung über Beleidigungen bis hin zu Bedrohungen und Treffen mit unbekanntem Ausgang gehen.
Informationen zur Nutzung und von Gefahren von Social Media:
Tipps der Beratungsstelle | Digitale Schule Hessen unter Mediale Trends und Besonderheiten finden Sie weitere Artikel zu verschiedenen medialen Phänomenen wie Cybergrooming, Hass im Netz oder Onlinechallenges.
Ist Ihr Kind von einem medialen Phänomen wie Cybermobbing, Cybergrooming, Hate Speech oder Sextortion betroffen ist es zunächst wichtig, mit Ihrem Kind über das Erlebte zu sprechen. Geben Sie ihm Zeit und Raum, damit es Entlastung erfährt. Wenn es sich Ihnen gegenüber nicht öffnen kann oder will, versuchen Sie eine andere Vertrauensperson einzubeziehen. Keinesfalls sollte das Kind, beispielsweise durch Wegnahme des Smartphones, bestraft werden. Es hat u.U. sehr angsteinflößende, bedrohliche oder auch quälende Situationen erleben müssen. Sich darüber mitzuteilen, ist mit einer hohen Hemmschwelle durch Scham und Angst behaftet. Fragen wie „Wie konnte mir das passieren?“; „Was werden meine Eltern, meine Freunde, etc. nun von mir denken?“ oder auch „Warum habe ich das gemacht?“ können Ihr Kind begleiten und traumatisieren.
Was können Sie tun?
Bieten Sie sich als Gesprächspartner an.
Kann sich Ihr Kind Ihnen gegenüber nicht öffnen, überlegen Sie gemeinsam, mit wem Ihr Kind vertrauensvoll sprechen kann (z.B. Freunde, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit).
Dokumentieren Sie Beweise (Chatverläufe, Bilder, etc.) per Screenshot. Achtung! Nicht bei kinderpornografischen Inhalten!
Blockieren Sie den Kontakt.
Nutzen Sie den Meldebutton der Plattform und/ oder wenden Sie sich an Beschwerdestellen.
Beziehen Sie ggf. die Polizei mit ein.
Nehmen Sie bei Bedarf das Angebot einer Beratungsstelle oder eines Psychologen in Anspruch.
Hinweis: Folgende FAQs können sich durch die rasanten Entwicklungen im KI-Bereich stetig verändern und stellen nur einen Auszug aus dem weiten Feld dar, das die KI beeinflusst und beeinflussen wird.
Mit einem MyAI-Avatar in Snapchat sprechen oder mir von Sprachassistenten wie Alexa oder Siri einen Witz erzählen lassen. Mit dem Chatbot der Arztpraxis den nächsten Termin vereinbaren, durch den Social-Media-Algorithmus oder in Internetgeschäften, die für mich „relevantesten“ Inhalte angezeigt bekommen. Mich von ChatGPT oder WhatsApp-KI in verschiedenen Lebenslagen und -fragen beraten lassen oder mit einem dieser oder vielen weiteren Chatbots eine Freundschaft pflegen. All das geschieht durch den Einsatz von KI. Auch im Beruf und in der Schule kann KI dazu eingesetzt werden, um sich Sachverhalte erklärenzu lassen, Texte zu produzieren oder auch Lerninhalte individuell anzupassen.
Künstliche Intelligenz ist ein TeilgebietÖffnet sich in einem neuen Fenster der Informatik und bezeichnet Systeme, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise Intelligenz erfordern – etwa Sprache verstehen, Muster erkennen oder Entscheidungen treffen. Ein zentrales Merkmal ist das maschinelle Lernen: KI-Systeme analysieren große Datenmengen, erkennen Zusammenhänge und verbessern ihre Leistung selbstständig. KI kann neue Inhalte (z.B. Texte, Bilder, Musik) erzeugen. Sie arbeitet mit künstlichen neuronalen Netzen, die beim Training aus Millionen Beispielen lernen. Diese Systeme denken dabei nicht wirklich, sondern berechnen lediglich Wahrscheinlichkeiten.
Sowohl das Wertesystem der KI-Entwicklerinnen und -Entwickler, welches sich in dem Algorithmus wieder spiegelt, als auch die Trainingsdaten mit denen die KI „gespeist“ wird, spielen eine wichtige Rolle. Sie können unter Umständen stereotype Muster bei den Nutzenden verfestigen. KI ist damit nicht neutral, sondern basiert auch auf Vorannahmen und Vorurteilen. Weitere Informationen dazu finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.
Die genaue Anweisung – der sogenannte Prompt – ist dabei sehr wichtig, damit die KI die möglichst zutreffendste Antwort ausgibt. Eine unklare Anweisung kann zu falschen oder unpassenden Antworten führen. Eine KI versteht nicht aktiv was sie gefragt wird, sondern sie rechnet eine möglichst wahrscheinliche Antwort aus.
Eine allgemeingültige Antwort kann hierzu nicht gegeben werden. Zunächst sollte die eigene Nutzung von KI-Tools und dem Wissen darüber hinterfragt werden. Gemeinsam sollte dann darüber gesprochen werden, in welchen Kontexten KI-Tools eigenständig genutzt werden (dürfen). Nähere Informationen dazu finden Sie unter Umgang mit KI im digitalen Familienalltag | Digitale Schule Hessen.
Beispielsweise zu den Fragen:
Nutzen wir im Familienalltag Sprachassistenten wie Siri oder Alexa?
Hat mein Kind Apps wie Snapchat oder WhatsApp, in denen KI aktiv eingesetzt wird? Sind diese altersgerecht?
Hat mein Kind Zugang zu weiteren KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini?
Kenne ich die Herausforderungen und Risiken, die mit dem Einsatz von KI-Tools einhergehen können?
Weiß ich, welche Auswirkungen der Einsatz von KI-Tools auf mich und mein Kind haben kann?
Geben wir persönliche Informationen/Daten in die KI ein? Und wenn ja, welche, bzw. welche auf keinen Fall? (Adresse, Geburtstag, Vor- und Nachname, Bilder, etc.)
Auch Spielzeuge beinhalten inzwischen KI. Hier muss genau hingeschaut werden, ob ein sicheres Spielen möglich ist. Beispielsweise erzählte ein in China entwickelter KI-Teddybär mit Sprachassistent, wo sich im Haushalt gefährliche Gegenstände befinden könnten. Gerade für kleine Kinder ist eine Unterscheidung zwischen einem Spielzeug und der Realität nicht möglich. Weitere Informationen zu KI-Spielzeugen finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.
Eine neue, in Teilen negative und gesundheitsgefährdende Dynamik nehmen Bots im Kontext von Freundschaften, Beziehungen oder auch des Personalcoachings auf. Bots können zu sämtlichen Alltagsfragen einbezogen werden. Dabei ist die Preisgabe von sehr persönlichen Daten kritisch zu sehen. In diesem Kontext sind neben möglichen Anleitungen zu Suiziden oder zur Selbstverletzung auch kritische Empfehlungen zu Essgewohnheiten oder der Optimierung des eigenen Aussehens zu benennen. Weitere Informationen und Handlungsempfehlungen zu dem Aspekt KI-Freundschaften und Beziehungen finden Sie im Artikel KI und Einsamkeit.
Wenn KI bewusst und altersgerecht eingesetzt wird, kann sie als Ideenquelle dienen. Wichtig zu wissen ist, dass sie Impulse gibt, die bewusst eingesetzt und genutzt werden. Zudem entwickelt sie kein neues Wissen, sondern bedient sich aus Unmengen an bereits existierenden Daten, die sie neu zusammensetzt. Sie schreibt ab – übernimmt dabei auch Fehler und Vorurteile - und setzt dazu bestehende Daten entsprechend des programmierten Algorithmus zusammen. Dadurch klingt sie manchmal klüger als sie ist. Deswegen ist es wichtig, die Antworten der KI immer kritisch zu hinterfragen, dazu weitere Quellen heranzuziehen und entsprechend zu überarbeiten.
Beispiele für eine reflektierte Nutzung von KI zusammen mit Ihrem Kind können sein:
Ideenquelle: aus mehreren Vorschlägen, die die KI zu einem Freizeitprogramm macht, einen bewusst auswählen und erklären lassen, warum diese Auswahl bevorzugt wird.
Kreativität: zu einem Thema ein Bild durch die KI entwerfen lassen; ein eigenes Bild zu dem Thema malen und die Ergebnisse bspw. in Bezug auf Phantasie und Plausibilität vergleichen.
Prompten: verschiedene Prompts zu einer Fragestellung ausprobieren und Ergebnisse in Bezug auf eigene Vorstellungen, Fehler oder der Umsetzbarkeit vergleichen.
Im Bereich des Lernens kann KI vielfältig Unterstützung, beispielsweise durch die Anpassung von Lerninhalten an das individuelle Tempo und den Wissensstand, bieten. Auch können KI-gestützte Lernspiele das Lernen von Englischvokabeln oder auch Physikformeln interaktiv unterstützen.
Mit telli steht hessischen Schulen ein datenschutzkonformer, pädagogisch sinnvoller KI-Chatbot zur Verfügung. Die Anwendung unterstützt Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler im schulischen Alltag. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
In der Schule dürfen Schülerinnen und Schüler KI unter bestimmten Voraussetzungen nutzen. Antworten darauf, wie sie sinnvoll in den Schulalltag integriert werden kann, finden Siehier. Dazu zählt Wissen einzuordnen, Informationen zu einem bestimmten Thema zu recherchieren oder auch Textvorschläge zu entwerfen.
Zu Recherchezwecken nutzen Jugendliche regelmäßig auch Suchmaschinen. Hierbei werden sie indirekt auch mit den automatisch erzeugten KI-Ergebnisse bspw. auf Google konfrontiert. Mehr als 2/3 der befragten Jugendlichen in der JIM-Studie 2025Öffnet sich in einem neuen Fenster nutzen diese Suchmaschine täglich bzw. mehrmals pro Woche. 39% nennen dazu ChatGPT, um gezielte Fragen stellen zu können. 74% der Befragten nutzt ChatGPT zum Hausaufgaben machen und zum Lernen. Der Einsatz von KI kann dazu führen, dass weniger eigene Ideen entwickelt werden (Skill Skipping). KI erleichtert zwar das Lernen, aber die Motivation, sich selbst Herausforderungen zu stellen, kann schwächer werden. Dies verdeutlicht, dass das Erlernen eines kompetenten Umgangs mit entsprechenden Tools immer wichtiger wird.
Folgende Aspekte sollten Sie zusammen mit Ihrem Kind bei der Nutzung von KI im schulischen Kontext besprechen:
Was ist eigentlich Künstliche Intelligenz? Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?
Welche Vorteile habe ich durch den Einsatz von KI? Welche Nachteile ergeben sich für mich in der Nutzung bezüglich des eigenen Lernprozesses?
Worauf ist bei der Eingabe von Daten zu achten? Was passiert mit den eingegebenen Daten?
Wie kann KI kritisch reflektiert werden? Worauf muss bspw. bezüglich der Quellen und des Faktenchecks geachtet werden?
Welche ethischen und moralischen Werte stecken hinter dem eingesetzten Bot?
Die KI-Kompetenz, sogenannte AI-Literacy, ist mittlerweile als Schlüsselkompetenz angesehen, um unsere Lebens-/ Arbeitswelt im Kontext KI reflektiert, kompetent und aktiv mitzugestalten. Viele Lebensbereiche und Berufsfelder verändern sich durch KI, weswegen eine Auseinandersetzung mit KI und der Aufbau eines grundlegenden Verständnisses dafür unabdingbar ist.
Der EU-AI-Act ist eine EU-weite Verordnung zur Regulierung von KI. In diesem wird KI-Kompetenz im Artikel 3 (56) folgendermaßen definiert:
Die Fähigkeiten, die Kenntnisse und das Verständnis, die es Anbietern, Betreibern und Betroffenen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Rechte und Pflichten im Rahmen dieser Verordnung ermöglichen, KI-Systeme sachkundig einzusetzen sowie sich der Chancen und Risiken von KI und möglicher Schäden, die sie verursachen kann, bewusst zu werden.
Welche Auswirkungen dies zukünftig auch auf den schulischen Bereich haben kann finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster und wie es momentan in hessischen Schulen umgesetzt wirdhier.
Folgende Herausforderungen und Risiken können in der Nutzung von KI-Tools in Social Media bestehen:
ungenaue oder falsche Informationen; verzerrte Darstellungen – sogenannte Bias -, die u.a. Vorurteile und Stereotype widerspiegeln; Manipulation von Video, Bild und Audiomaterial zur Erstellung von Deep Fakes oder Deep Nudes; angepasste Werbung oder auch Beiträge entsprechend des bisherigen Nutzungsverhaltens; Algorithmen, die mich in einer Filterblase treiben oder auch halten
Wann fängt eine Mediensucht an und wie kann ich mit meinem Kind darüber in ein Gespräch kommen? Wo erhalten mein Kind und ich Unterstützung?
Hier finden Sie Tipps und Informationen:
Mediennutzung hat dieselben Effekte auf das Belohnungssystem des Gehirns, wie bspw. Alkohol oder Cannabis. Dadurch entsteht eine Suchtgefahr. Die hohe Mediennutzung führt schließlich dazu, dass andere Lebensbereiche nach und nach vernachlässigt werden. Ein Beitrag des MDRÖffnet sich in einem neuen Fenster informiert u.a. darüber, wie man eine problematische Social Media Nutzung erkennen und welche Auswirkungen dies haben kann.
Zeigen Sie Interesse an den Online-Aktivitäten Ihres Kindes und regulieren Sie die Mediennutzung konsequent sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Somit könnte einer Mediensucht rechtzeitig entgegengewirkt werden. Reflektieren Sie Ihre eigene Mediennutzung, denn Sie sind das Vorbild für Ihr Kind.
Live-Austausch: Am Ende jeder Staffel findet ein kostenfreies Online-Live-Format über Zoom statt, in dem Zuhörende Fragen an die Expertinnen und Experten stellen können. Für die erste Staffel ist der Termin auf den 9. Dezember 2025, 13 Uhr, angesetzt. Anmeldungen sind über www.webcare.plusÖffnet sich in einem neuen Fenster oder per E-Mail an info@webcare.plus möglich. Der Podcast ist auf dem YouTube-Kanal @webcareplusÖffnet sich in einem neuen Fenster sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen (z. B. Spotify, Apple Podcasts) abrufbar.
Die Materialien des Elternleitfadens „Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten“ geben Eltern Orientierung in Fragen der Medienerziehung und im Umgang mit dem Internet.
Das Portal der Institutionen Klicksafe und Internet-ABC bietet Kindern, Eltern und Pädagogen Infos, Tipps und Tricks rund um das Internet. Ferner klärt es über die Gefahren des Internets wie zum Beispiel Mobbing, Betrug und Angst machende Seiten auf. Kinder finden auf diesem Portal viele interessante kindgerechte Spiele und eine große Auswahl an Kinderseiten zu verschiedenen Themen.
Das Netzwerk gegen Gewalt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, Erziehungskompetenz in Bezug auf die neuen Medien zu erwerben. Ziel ist es, dass Eltern fachkundige Ansprechpartner für Ihre Kinder sind.