Stress im Klassenchat

Stress im Klassenchat

Auf Grund fehlender Sozial- und Medienkompetenz kommt es oft zu Problemen in Klassenchats. Problematisch ist beispielswiese die Einstellung übermäßig vieler Nachrichten und Fragen in den Chat. Sie haben unter Umständen nichts mit unterrichtlichen Themen zu tun und können sowohl thematisch als auch aufgrund der Fülle zur Überforderung der Mitglieder führen.   

Das Teilen unangemessener Inhalte kann strafrechtliche Relevanz haben, wenn es sich beispielsweise um Verleumdung, Nötigung oder Üble NachredeÖffnet sich in einem neuen Fenster handelt. Auch die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen kann dazu gehören. Dies können peinliche Bilder von Mitschülerinnen und Mitschülern, verhöhnende Bilder von Lehrkräften sein oder auch das Teilen pornografischer, gewalthaltiger, extremistischer oder rassistischer Inhalte. Dabei handelt es sich um das Teilen von strafbaren InhaltenÖffnet sich in einem neuen Fenster, wofür man strafrechtlich belangt werden kann.

Zudem kann all dies zur Folge haben, dass Schülerinnen und Schüler ausgegrenzt werden.

Probleme im Klassenchat beeinflussen das Klassenklima negativ und führen zu Stress oder Angst bei Schülerinnen und Schülern. 

Sprechen Sie als Lehrkraft zu Schuljahresbeginn mit den Schülerinnen und Schülern über Klassenchats und legen Sie Regeln zum Umgang mit einem Klassenchat fest. Sprechen Sie auch über mögliche Folgen, die Cybermobbing nach sich ziehen kann.

Folgende Punkte können beim Verfassen der Regeln helfen:

  • Welche Themen werden in dem Chat besprochen?
  • Wie wird mit den anderen Gruppenmitgliedern gesprochen?
  • Klären Sie den Umgang mit Kettenbriefen.
  • Wer kann bei Mobbing oder Streit als Vertrauensperson eingeschaltet werden kann?

Folgendes sind weitere Hinweise im Umgang mit Problemen in Klassenchats:

  • Schalten Sie im Problemfall die Schulleitung ein. Auch die Schulpsychologie bietet Unterstützung an, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler aufgrund von Mobbing beispielsweise von der Klasse zurückzieht oder nicht mehr zum Unterricht erscheint. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Cybermobbing | Digitale Schule Hessen.
  • Sichern Sie auf Ihren eigenen Geräten keine Beweise zu möglichen strafrechtlichen Inhalten. Beraten Sie die Schülerinnen und Schüler darin, wie sie dies machen können. Weitere Informationen dazu finden Sie auch unter Pornografie im Netz | Digitale Schule Hessen
  • Wenn der Verdacht auf eine Straftat besteht, müssen Sie sowohl Ihre Schulleitung als auch die Polizei einschalten.  

Gerade hinsichtlich des Datenschutzes sollte bedacht werden, dass die meisten Messenger-Dienste Daten speichern. In dem Artikel Sicheres Surfen auf Social Media | Digitale Schule Hessen finden Sie eine Auflistung an Messenger-Diensten und die jeweilige Einschätzung der Datensicherheit.

Schülerinnen und Schüler können im schulischen Kontext auf datenschutzkonforme Lösungen, wie der Nutzung der schulinternen Lernplattform oder dem Schulportal Hessen, zurückgreifen.