Informationen zu Altersregulierungen auf Social Media

Am 24.06.2026 hat die unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ 56 Handlungsempfehlungen für ein gutes Aufwachsen in der digitalen Welt vorgelegt. Darin werden neben weiteren umfassenden Maßnahmen – beispielsweise im Kontext Gesundheit und Prävention – zwei konkrete Alternativen zur Altersregulierung und Beschränkung von Social Media für Minderjährige vorgeschlagen:

  • Mindestalter von 13 Jahren: Eine gesetzliche Altersgrenze für eigene Social-Media-Accounts soll mit einer verlässlichen, datenschutzkonformen Altersprüfung sowie abgestuften Schutzstandards für 13- bis 16-Jährige verknüpft werden.
  • Risikobasierter Ansatz: Hierbei sollen keine starren Altersgrenzen für alle Dienste, sondern Funktionen und Apps (wie endlose Feeds, Livestreams oder algorithmische Vorschläge) je nach Gefährdungspotenzial und dem Alter des Kindes reguliert oder gesperrt werden.

Weiterhin wurde auf europäischer Ebene ein Sachverständigenausschuss zur Sicherheit von Kindern im Internet eingerichtet. Dieser hat seine Empfehlungen am 13.07.2026 veröffentlicht und spricht sich darin für eine Altersgrenze von 13 Jahren auf Social Media aus. Jüngere Kinder sollen Dienste nur zeitlich begrenzt, in einem pädagogischen Rahmen oder unter elterlicher Aufsicht nutzen dürfen.

Ob entsprechend vorgeschlagene Verbote oder Vorgaben in Kraft treten werden, entscheidet sich primär über die Gesetzgebungskompetenzen von Bund, Ländern und der EU sowie über europarechtliche Vorgaben wie den Digital Services Act (DAS).

Die JIMplus-Studie 2026 Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in DeutschlandÖffnet sich in einem neuen Fenster hat Jugendliche zu möglichen Altersgrenzen auf Social Media befragt. Über die Hälfte steht einem Verbot skeptisch gegenüber und weniger als 10% sehen ihre Perspektive ausreichend berücksichtigt.