Lehrerin zeigt Kinder in der Grundschule etwas an einem Laptop.

Informationen für pädagogische Fachkräfte

Pädagogische Fachkräfte in der Vorschularbeit

Kinder im Vorschulalter beschäftigen sich nach der Mini-Kim Studie von 2020  bereits mit digitalen Medien. Dazu gehören neben Online-Videoportalen auch digitale Spiele. Ein kompetenter Umgang und entsprechende Aufklärung eines bewussten und verantwortungsvollen medialen Handelns kann durch eine entsprechende Elternarbeit im Vorschulbereich unterstützt werden. Dazu bieten bspw. die Medienanstalt Hessen und das Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen (muk) entsprechende (Online-) Fortbildungen an und geben Anregungen zu der Frage, welche digitalen Medien und entsprechende Projekte in die Vorschularbeit sinnvoll integriert werden können.

Fachkräfte können zur

  • altersangemessenen Mediennutzung
  • Gefahren im Umgang mit digitalen Endgeräten
  • Chancen kreativer Mediennutzung 
  • altersgemäße, werbefreie, klar strukturierte Apps

aufklären.

Das Projekt „Familienleben & Digitalisierung“ des hessischen Sozialministeriums unterstützt diese Themenfelder. Dazu ermöglicht es Erzieherinnen und Erziehern an ausgewählten Standorten an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, die sie befähigen, Familien zum ersten Bildungsort in Sachen Medienkompetenz zu machen. Neben den Fortbildungsmaßnahmen für das Fachpersonal stehen den Eltern und Familien auch direkte Angebote zur Verfügung, die in Kooperation mit der Medienanstalt Hessen und ihren vier Medienprojektzentren Offener Kanal sowie dem Blickwechsel e.V., durchgeführt werden.

In der inhaltlichen Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Fachkräften in der Kita und den Lehrkräften an den Grundschulen bietet auch der hessische Bildungs- und Erziehungsplan im Bereich „Lernmethodische Kompetenzen, MINT, digitale Medien und Medienkompetenz“ ein entsprechendes Modul an, um zu dem Thema Mediennutzung in den Austausch zu kommen und sich entsprechend fortzubilden.

UBUS-Kräfte/ Sozialarbeit an Schulen

Kinder und Jugendliche beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit social media, surfen im Internet und nutzen Messengerdienste. Um diesen mit all ihren Möglichkeiten und Risiken gestärkt entgegentreten zu können, leisten sowohl UBUS-Kräfte als auch die Schulsozialarbeit präventiv und intervenierend einen wichtigen Beitrag. Um sich in diesen Bereichen „fit zu machen“ stehen UBUS-Kräften und Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern neben den Fortbildungen der Hessischen Lehrkräfteakademie auch die Angebote der Agentur Ganztägig lernen zur Verfügung. Angebote im Ganztagesbereich können unter dem Fokus „Chancen sozialer Medien“ einen präventiven Charakter erhalten.

UBUS- Kräfte und Schulsozialarbeiter können  in ihrer schulischen Arbeit

  • Präventionskonzepte erstellen,
  • Informationsveranstaltungen anbieten,
  • Schülerprojekte & AGs anbieten.

oder

  • als Ansprechpartner bei grundsätzlichen Fragen oder auftretenden Schwierigkeiten in der Mediennutzung für Schüler und Eltern bspw. zu
    • „Risiken beim Chatten“
    • „Influencer“
    • Mediennutzungsdauer
    • lernunterstützende Apps
    • Online-Spiele
    • technische Ausstattung

beratend zur Seite stehen und als Vermittler zwischen Schule und Familie bzgl. Mediennutzungsfragen agieren.

Gerade bei Schülerinnen und Schüler aus Familien mit Sprachbarrieren oder mit schwierigen Verhältnissen nehmen sie dabei eine sehr wichtige Rolle ein. In diesem Zusammenhang können digitale Medien das Potenzial haben, Bildungs- und Teilhabechancen zu eröffnen und Bildungsungleichheiten zu verringern. Damit dies gewährleistet werden kann, können UBUS-Kräfte und Schulsozialarbeit den Zugang zu diesen mit unterstützen.