Digitale Endgeräte als riesiges Potenzial für den Unterricht

Kultusminister Lorz besucht iPad-Klasse des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen.

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Kultusminister Lorz besucht IPad-Klasse

Bereits seit dem vergangenen Schuljahr verzichtet eine Klasse des Gelnhäuser Grimmelshausen-Gymnasiums im Unterricht fast komplett auf Bücher und arbeitet stattdessen mit digitalen Endgeräten. Heute hat Kultusminister Lorz die „iPad-Klasse“ der Schule besucht und sich mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften über ihre bisherigen Erfahrungen ausgetauscht. Dabei erklärte der Minister: „Digitale Endgeräte können den Unterricht an unzähligen Stellen bereichern, etwa wenn der Biologielehrer die Struktur einer Doppelhelix im dreidimensionalen Raum veranschaulicht, die Politiklehrerin eine Online-Abstimmung zum Wahlverhalten macht oder der Sportlehrer ein Video vom Hochsprung aufnimmt, um seinen Schülerinnen und Schülern Verbesserungspotenzial aufzuzeigen.“ Das beste digitale Werkzeug helfe aber nichts, wenn Lehrkräfte es nicht bedienen könnten, so Lorz. „Deshalb freut es mich so sehr, dass das Kollegium des Grimmelshausen-Gymnasiums an einem Strang zieht und sich systematisch fortbildet.“

Unterricht in den iPad-Klassen

Das Pilotprojekt zeichnet sich dadurch aus, dass die Geräte grundsätzlich in allen Fächern zum Einsatz kommen und von den Schülerinnen und Schülern mit nach Hause genommen werden können. Schulleiterin Tina Ruf ging näher auf die Anschaffung der Geräte und den Unterricht in den iPad-Klassen ein: „Wir freuen uns, dass dieses Projekt im Kollegium, in der Schüler- und Elternschaft so viel Anerkennung gefunden hat. Ohne die vielfältige Unterstützung unseres Schulträgers und des Staatlichen Schulamts wäre das nicht möglich gewesen. Toll ist auch, dass sich in der Schule das Team aus Kolleginnen und Kollegen mit den individuellen Stärken für das Projekt einsetzt“.

Große Nachfrage

Wegen der großen Nachfrage richte die Schule im neuen Schuljahr drei weitere solcher Klassen ein und habe darüber hinaus sowohl Mittel aus dem DigitalPakt als auch aus dem Endgeräte-Programm von Bund und Ländern beantragt. „Gemeinsam mit den Schulträgern stocken wir die Bundesmittel aus dem DigitalPakt im Rahmen unseres Programms ‚Digitale Schule Hessen‘ auf rund 500 Millionen Euro auf und nehmen weitere 50 Millionen Euro in die Hand, um Schülerinnen und Schüler, die in ihren Elternhäusern nicht auf ein digitales Endgerät zugreifen können, mit Laptops und Tablets auszustatten.“ Zusätzlich arbeite die Bildungsverwaltung mit Hochdruck am Ausbau der digitalen Lehr- und Lernplattform, dem „Schulportal Hessen“, dessen wesentliche Funktionen allen Schulen noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen sollen. „Ich freue mich, dass von all diesen Maßnahmen demnächst auch das Grimmelshausen-Gymnasium profitieren wird“, so Lorz abschließend.

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